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Wie
es dazu kam!!!
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Ein
schlauer Mensch hat einmal gesagt, dass " die schlimmsten Versuchungen
diejenigen (sind), denen man nicht erliegt". War es dieser
Satz, der mir vor rund 12 Monaten das erste Mal begegnete und mich
- in mancher Weise - nicht mehr los lies? Oder war es einfach der
unbändige Wunsch, endlich wieder der herrlichsten Nebensache
der Welt nachgehen zu können?
Ich
weiß es nicht!
Nachdem
wir unser letztes Schiff Anfang 1999 aus überwiegend rationaler
Überlegung heraus verkauft hatten, saßen wir - rückwirkend
betrachtet - jedenfalls rd. 3 Jahre auf dem Trockenen.
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| Zudem
war - um es mit Kishon zu sagen - " die beste Ehefrau von allen"
nach vielen, wohlwollend mit Kind und Kegel ertragenen Jahren auf
dem Wasser eher "gebirgshungrig" und wollte von der geliebten
"unendlichen Freiheit des Skippers" (die es bekanntlich
nur auf dem Wasser oder einem guten Motorrad gibt) erst mal nicht(s)
mehr wissen. |
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Na
ja - so ganz stimmt das eigentlich auch wieder nicht: Urlaubstörns
auf von Freunden überlassenem oder aber gechartertem Schiff wie
z.B. vor Dalmatien, Mallorca und der Cote d'Azur sowie einige Regatten
( u. a. der Copa del Rey 2000 vor Mallorca, der Wim Cup Ende 1999
vor Split) milderten insbesondere dem Skipper ( und Ex-Eigner) das
"wüstenartige Dasein ohne die laufende Möglichkeit
des Wasserkontaktes". |
| Und
Motorradfahren (oder Bootsmessenbesuch) waren zumindest ein gewisser
und auch guter Ersatz - aber eben doch nicht ganz! Viele werden zudem
denken: "eigentlich nicht schlecht" - aber ein eigener "Dampfer"
ist eben doch etwas anderes. |
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So
begann ich, um meine holde Angetraute nicht zu sehr aufzuschrecken,
mehr und mehr den großen Coup vorzubereiten. Aber was? Und wo?
Ich war mit mir selbst nicht so ganz grün - 'ne Rennziege? Mehr
was Klassisches? Neu? Gebraucht? Sloop oder Ketch? Roll- oder Lattengroß?
Ich war hin- und hergerissen und alle zwei Wochen spätestens
konnte ich mir immer richtig gut vorstellen, auf einer "X"
oder "Y" oder gar "Z" meine Initialen einzugravieren.
"Gut Ding will Weile haben" - und so ließ ich wieder
mal die Vernunft walten ( kommt bei mir nicht immer vor und bei solchen
Themen eigentlich schon gleich gar nicht) und den Gedanken über
viele Monate freien Lauf. So langsam kam Ordnung ins Hirn ( das gibt's
bei mir auch)!! Das Ergebnis findet Ihr auf den folgenden Seiten -
hoffentlich habt ihr ebenso viel Spaß wie ich/wir! |
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Meine
Gedanken führten mich zur Tradition zurück - etwas eher
Klassisches sollte es sein!
"Hoch-seegängig", stäbig, keine Probleme bei
schwerem Wetter, weich in die Welle, ketch- und, falls machbar,
zusätzlich kuttergetakelt, gemütlich bei ausreichendem
Platzangebot, beherrschbar auch für die kleine (oder junge,
weil vier Söhne) Crew und bestens verarbeitet sollte unser
neues Schiff sein. Stauraum für lange Törns, große
Reichweite auch unter Maschine (mit 'nem ordentlichen, aber sparsamen
Diesel), genügend Frischwasser usw.usw..
Auf
die Geschwindigkeit "des letzten Knotens" sollte es zugunsten
dieser Eigenschaften nicht so sehr ankommen (schließlich soll
mich die alltägliche berufliche Hetzerei nicht auch nicht auf
dem Wasser verfolgen), aber ordentlich segelbar sollte die Yacht
schon sein!
Nun
- so viel Auswahl gibt es da nicht in der Zeit der ultraschnellen
Mono-und Multihulls! "Internet-sei-Dank" verkürzte
sich die Prospektstudienzeit zumindest um die normalen Postzustellzeiten
und mehr und mehr kam ich auf die Nordländer. Aber die sind
teuer - und zum Geldbeutel musste "meine neue Liebe" ja
auch noch passen! Dennoch - lieber was anständiges Gebrauchtes
als was unanständiges neues, so lautete die neue Devise!
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Langsam
wurde es Zeit, die "beste Ehefrau von allen" einzuweihen
- gaaaanz vorsichtig!!!
Erst mal auf der zeitlichen Schiene argumentieren ("also wenn
wir später mal
., dann
.. - denn Langzeitsegeln soll
es später mal im dritten Lebensabschnitt sowieso sein), dann
auf der inhaltlichen ( Sicherheit, weniger Reparaturen, wackelt nicht
so
), dann auf der finanziellen ( gebraucht heißt ja nicht
etwas altes, vermieftes, sondern den Wertverlust der ersten Stunde
auslassen - was im übrigen stimmt - und die Kinderkrankheiten
hinter sich haben - was auch stimmt - und nicht so viel Geld ausgeben
usw. usw.) und dann vielleicht auf der
" Weißt
Du, die schlimmsten Dinge (Versuchungen) sind immer die, die man möchte,
aber dann doch nicht macht oder verschiebt und dann
?"
Könnt Ihr Euch an den Satz erinnern? |
| Also
kurz und gut - ich hab's geschafft! Die beste Ehefrau von allen (diesmal
ohne Anführungszeichen) machte sich mit mir auf den Weg nach
Holland! |
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Dort
lag eine 12m lange Nauticat - so eine, wie sie vor über 10
Jahren Jahren auf Feyrö (DK), als wir dort eingeweht waren,
neben uns lag und geduldig vor sich hin dümpelte, während
wir auf unserer "Hightechyacht" - wir hatten damals ein
Motorschiff- bei jeder Welle drei Tage lang "Achterbahn mit
Tschabum fuhren"!
Eine
Ketch mit gemäßigtem Langkiel, aber immerhin rd. 160cm
Tiefgang ( damit Höhelaufen nicht zum Phantasiespiel wird).
In, laut Beschreibung und Bild, sehr gutem Zustand und mit allem
Zubehör, das so auf der Liste steht. Traditionell getakelt
und mit 'nem Ruderhaus versehen, damit die beste Ehefrau von allen
nicht im Keller sitzt, sondern rausschauen kann!
Eine, die (vermeintlich) nicht "so schief segelt" ("Du
immer mit Deiner schiefen Segelei"), die 'nen starken und sparsamen
Motor hat (110PS Volvo Penta), eine, bei der man auch mal das Rigg
legen und über die Kanäle tuckern kann ( von wegen!!)
- aber eine ( völliges Einverständnis - kommt bei uns
auch ab und zu vor), die sicher ist, hochseetüchtig und gut
verarbeitet.
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SO
ERWARBEN WIR UM DIE JAHRESMITTE 2002 unsere "RELAXIS"
!!
Auf
den folgenden Seiten könnt Ihr uns nun begleiten - in diesem
und in den nächsten Jahren. Und Ihr könnt ein bischen
von dem miterleben ( und vielleicht von dem einem oder anderen Tip
profitieren), was uns so begegnet, denn einiges haben wir uns schon
vorgenommen. Ohne Druck - ohne Pressure - einfach so - mit Genuß
und Verstand!!
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(PS.:
Dank gilt nicht nur der "besten Ehefrau von allen"
für ihr Verständnis, sondern auch meinem Sohn Korbinian,
der diese schönen Seiten gestaltet hat.) |
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