| Götakanal(S) - von Linköping(S) bis Mem(S) | |||||||
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Einzelheiten zum Kanal werden ausführlich auf dieser Website unter der Überschrift " durch den Götakanal(S)" beschrieben - hier ist von Linköping aus nur nochdas letzte ca. 30km lange Teilstück nach Mem(S) zu befahren ( ca. 20 Schleusen in Treppen) - man sollte hierfür einen guten halben Tag einplanen, fährt man bergab. Die Strecke selbst ist absolut unkompliziert - wichtig ist, daß man unbedingt und in jedem Fall der Betonnung folgt!! | |||||||
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| Mem(S) - Karlskrona(S) | |||||||
| Mem(S) - bzw. Sjötorp(S) - als Ausgangs- bzw. Eingangspunkt für den Törn durch den Götakanal(S) steuert man hier zwangsweise an; Liegeplätze sind in der Regel kein Problem - die meisten Sailors bleiben sowieso nur eine Nacht, höchstens zwei. In Richtung Ostsee steuert man durch den Slätbakensund(S) auf die offene See zu; auch hier ist ausgezeichnete Betonnung gegeben. In südlicher Richtung steuernd empfiehlt es sich, bei westlichen Winden Öland(S) in Luv zu haben, vor allem, wenn man Nachts fährt. Diese Route ist sowohl interessanter als auch vom Schiffsverkehr her ruhiger als die "Enge" zwischen Festland und Insel und es quälen keine Gedanken an Untiefen. Der Weg ist auf solch einer Distanz nur unwesentlich länger - anders sieht es sicherlich bei östlichen Winden aus, da hier der Fetch genügend Raum hat. Hier würde ich immer die Durchfahrt zwischen Festland und Insel bevorzugen. Karlskrona(S)
selbst am Südostzipfel von Schweden gelegen, ist aufgrund des dort herrschenden
Berufsschiffahrtsverkehrs gut betonnt und nicht zu verfehlen - ein Stadtbummel
lohnt sich allemal und wer Zeit hat, sollte die Schärenumgebung ausgiebig genießen.
Doch Vorsicht - die Fahrwasser zwischen den Inseln limitieren die Bootsgröße und
den Tiefgang und "Tonnen- bzw. Sichtzeichen - abhaken" ist in jedem
Fall angesagt. Reizvoll ist diese Umgebung für viele allemal, war sie doch bis
vor kurzem aufgrund ihres militärischen Sperrgebietscharakters gar nicht zugängig.
Wer mehr über diese spezielle Ecke wissen möchte, sollte sich im Archiv der Zeitschrift
"Die Yacht" (www.yacht.de)
umsehen - hier erschien im Sommer 2003 ein ausgiebiger Artikel über dieses schöne
Fleckchen Schwedens. | |||||||
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| Karlskrona(S) - Stralsund(D) | |||||||
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Unsere Österreicher nahmen die Strecke in südwestlicher Richtung von Karlskrona(S)
aus in Angriff - da der Wind genau eben aus dieser Richtung kam, wurde der Maschine
aus Zeitgründen gegenüber den Segeln der Vorzug gegeben, da man sonst zu weit
entweder relativ hoch am Wind letztlich nach NO müßte oder aber andererseits mit
halbem Wind zu weit in Richtung Polen abgedriftet wäre - beides war aus den weiter
oben bereits genannten Zeitgründen nicht drin und so lief man denn bei 15 kn Wind
und Seegang 2-3 gegen an! Die Zufahrt von der westlichen Seite auf Stralsund(D) läßt die Insel Hiddensee(D) östlich liegen; spätestens ab der zweiten roten Tonne( von See her gesehen) querab von Hiddensee(D) sollte man sich ans Fahrwasser halten und je weiter man in die ruhigen Boddenzonen kommt, um so wichtiger ist dies. Teilweise beträgt die Wassertiefe außerhalb der Fahrwasser - radikal aufsteigend - nur einen halben Meter und wer sich nicht gerade wie ein Einheimischer auskennt, läuft unweigerlich auf. Ansonsten hat man den Eindruck, mitten im Naturschutzgebiet unterwegs zu sein - und so sollte man sich zum Erhalt dieser schönen Ecke auch gebärden! Die sog. "Nordmolenmarina" hat eine sehr schöne Lage mit Blick auf die Altstadt und ist auch per Auto gut erreichbar - kleine Transportwagen stehen bereit, um die letzten Meter mit Gepäck schonend zu überbrücken. Strom und Wasser ist an den Stegen vorhanden ( incl. Schlauch); aber Achtung: Wasser kostet Geld und ohne 1,-€ - Stücke ist man aufgeschmissen ( ca. 100l = 1,-€). Der Hafenmeister sitzt am Ende des Hauptsteges (Mole) in Containern - dort sind auch die einfachen, aber sauberen sanitären Anlagen. Von Stralsund(D) geht es in östliche Richtung nur unter der Brücke über den Rügendamm hindurch - die hat aber nur morgens um 0900Uhr und abends um 1700 Uhr geöffnet - hier muß man in jedem Fall überpünktlich sein und ggf. "Bögerln" fahren. In westliche Richtung läuft man durch das Tonnengewirr zurück Richtung Hiddensee(D) - Achtung auf die rote Tonne 22a ( ausfahrend an Steuerbord, einfahrend an Backbord)!! Diese Tonne muß unbedingt berücksichtigt werden und der Weg darf keinesfalls abgeschnitten werden, da unmittelbar daneben das Wasser nur noch 50-70cm tief ist. Insbesondere bei Nacht muß man hier höllisch aufpassen - das wohl schon ältere Richtfeuer zeigt, von Stralsund(D) kommend, im Prinzip "geradeaus" an, hat man es richtig eingependelt! Und schon sitzt man fest!! Gegen Ende des Tonnenwaldes querab von Hiddensee(D) kann man dann nach West abschwenken und Kurs Warnemünde(D) nehmen.
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| Warnemünde - "Alter Strom" (D) | |||||||
| Warnemünde(D), den Seehafen von Rostock anzulaufen, ist weder bei Tag noch bei Nacht ein Problem - einzig bei Nebel oder schlechter Sicht sollte man wegen des starken Groß-schiffahrtsverkehrs " ein Auge mehr als sonst riskieren". Der Yachthafen liegt gleich nach der Haupteinfahrt auf ca. "0200Uhr" Steuerbord voraus und gefiel uns sehr gut. Viel Flair - nicht zuletzt durch die im Hauptbecken vorbeiziehenden "Brummer"- wird ausgestrahlt und entlang der Promenade sind zahlreiche Restaurants und Cafés. Zur Bezahlung des Hafengeldes kommt irgendwann gegen Abend der Hafenmeister vorbei - lediglich mit Duschen und sanitären Einzelanlagen sieht's aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Flaniermeile nicht so gut aus. Ebenfalls im gleichen "Becken" ist eine Tankstelle nebst Zubehörladen. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine "große Hafenrundfahrt auf eigenem Kiel", ist Rostock/Warnemünde(D) nach Kiel(D) und Lübeck(D) der dritte große Seehafen an diesem deutschen Küstenteil. So trafen wir auch dort die "AROSA", den neuen Luxusliner, auf ihrer Jungfernfahrt - stilvoll, wie der "Pott" beim Ablegen und Auslaufen immer wieder mit seinem charakteristischen Horn grüßte und alles, was "tuten konnte, ebenso oft zurückblies"! | |||||||
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| Halbinsel Poel und Hansestadt Wismar (D) | |||||||
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Nach ca. 30sm kommt man, in westliche Richtung segelnd, so langsam an Poel(D),
die Wismar(D) vorgelagerte Insel bzw. Halbinsel heran. Den Fahrwassertonnen folgend
- manchmal sind die auch ein bischen unübersichtlich - hat man zunächst die Insel
immer an Backbord, während man in einem letztlich großen Halbkreis nach Süden
auf die alte Hansestadt zuläuft. Auf Poel(D) selbst gibt es zwei anlaufenswerte Fleckchen: Timmendorf(D) und Kirchdorf(D). Timmendorf(D) ist zunächst nicht zu verwechseln mit "Timmendorfer Strand"(D) bei Lübeck(D) bzw. Niendorf(D); es liegt an der Westnordwestseite der Insel hin zu offenen See, hat zwar einen geschützten Hafen, ist aber bei Starkwind und aufgrund des Schwells der Großschiffahrt doch unruhiger als Kirchberg(D), das quasi auf der Rückseite der Insel liegt und wo man sich vorkommt " wie in Abraham's Wurstkessel"! Beim Anlaufen beider Örtchen wieder ganz genau auf die Betonnung und den Hafenführer achten, den die gesamte Wismarer Bucht ist außerhalb der Fahrwasser extrem flach. Das macht sie aber mit der nötigen Vorsicht wiederum an ruhigen Tagen für eine lauschige Ankernacht so interessant - und wenn man an Deutschlands Ostseeküste über Nacht ruhig ankern will, dann sicher am besten dort. Von Kirchdorf(D) bzw. Timmendorf(D) sind es in südlicher Richtung rund 7-8sm, bis man im Zentrum des Wismarer Hafens ist. Ich würde derzeit ( 2003/ws. a. 2004) nicht den ausgewiesenen Yachthafen anlaufen( Umbauarbeiten etc), sondern mich in den alten Hafen begeben und versuchen, an der dort liegenden Traditionsseglern längsseits zu gehen. Dies gelang uns ohne Probleme und man ist dann, absolut ruhig liegend, mit ein paar Schritten mitten in der Stadt. | |||||||
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| Travemünde (Lübeck)/D | |||||||
| Vom
alten Hafen in Wismar(D) bis nach Travemünde(D) sind es rund 30 sm - steht der
Wind aus nördlichen Richtungen, so kann es die rund 8sm vom Hafen Wismar(D) bis
zur offenen See im letzten Stück etwas rauh werden - das beruhigt sich bei normalen
Verhältnissen (also Windgeschwindigkeiten
bis. ca. 20kn) nach den nordwestlich gelegenen Ansteuerungstonnen relativ schnell
und an der Küste entlang läuft man direkt auf Trave-münde(D) zu. Hier liegt man
entweder ruhig im Passathafen (direkt hinter dem alten
P-Flyer ist die Hafeneinfahrt/ man suche nach grünen Schildchen in den Boxen,
mache fest, versorge das Schiff und gehe dann zum Hafenmeister im großen roten
Klinkergebäude in der Mitte des Hafenbeckens) oder aber etwas mehr im Schwell
der beeindruckend vorbeiziehenden großen Pötte auf der Höhe der Kaiserbrücke am
Steuerbordufer ( von See kommend betrachtet). Schiffsverkehr herrscht die ganze
Nacht und wer aus dem Trubel ganz hinaus will, läuft durch den gesamten Hafen
ein Stück die Trave hinauf, bis sie sich nach den Anlegestellen der Fähren an
Backbord zu einer Art See öffnet - hier kann gemütlich und geschützt geankert
werden. Eine Besichtigung der Passat lohnt allemal und es ist schon beeindruckend, am hinteren Steuer des Rahseglers zu stehen, um dann festzustellen, daß der Bug meilenweit entfernt ist!! Vom Passathafen aus fährt übrigens ganzjährig - in der Hauptsaison auch bis spät in die Nacht hinein - eine kleine Personenfähre, die einen schnell und bequem auf die Flanier- und Freß- bzw. Kneipenmeile bringt. Nach Lübeck herrschen unkomplizierte und schnell Bus- und Taxiverbindungen, so daß einer Besichtigung dieser wunderschönen und alten Hansestadt nichts im Weg steht (unbedingt zu empfehlen!) . Im Maritim/Travemünde, dem "Hochhaushotel" an der Hafenmole, das auch schon von weitem als Ansteuerungszeichen zu sehen ist, befindet sich im obersten Stockwerk ein Restaurant/Café/Nightclub ( letzteres für die ganz Unverdrossenen unter uns, die nach einem fordernden Segeltag noch Konditionsreserven haben!!) | |||||||
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| Burgtiefe/Fehmarn(D) | |||||||
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Wer Burgtief oder Burgstaken auf Fehmarn(D) anläuft, tut gut daran, sich an die
Ansteuerungstonne zu halten! Von dort geht's dann sicher zwischen rot und grün
in den sog. Burger Binnensee. Dieser Rat gilt insbesondere für Segler, die aus
westlichen Richtungen auf die Hafeneinfahrt zulaufen . Bitte unbedingt einen Bogen
über Steuerbord zur besagter Tonne steuern, da westlich der Hafeneinfahrt relativ
weit hinaus das Wasser untief ist. Im Burger Binnensee teilt sich dann das Fahrwasser - scharf rechts geht es nach Burgtiefe in die gleichnamige Marina - geradeaus nach Burgstaken. In Burgtiefe wieder nach grünen Schildchen (= freie Box) Ausschau halten und dann gleich zum Hafenmeister. Der "wohnt" in den flachen Gebäuden am Ende der Rundsteganlage (an dieser liegt man übrigens am besten) rechter Hand neben dem Restaurant. Gleich daneben ist auch ein Lebensmittelladen zum Bunkern - ebenso gibt's Diesel sowie einen Yachtshop, der alles hat, was das Herz eines Yachties begehrt. Ca. 10 min. zu Fuß ist das Touristikzentrum von Burgtiefe mit Hallen - Wellenbad und allerhand Kneipen und Kiosken - von hier gehen auch Busse nach Burg selbst. Den im Kern fast mittelalterlich wirkenden Ort sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen - im Sommer ist neben vielerlei Lifemusik auch ein reges Kneipenleben dort zu verzeichnen. Querab von der Marina Burgtiefe in westlicher Richtung ist d a s Surfeldorado des Nordens! Da der Burger Binnensee ein Flachwasserrevier ist, kann man sich hier auch bei hohen Windstärken austoben - Leihmaterial gibt's in der, der Marina nahegelegenen Mistralstation der Charachulla-Zwillinge ( das sind die Erfinder des Tandemsurfens und Fehmarner Unikate) sowie in der Surfstation von "Baltic Cölln" auf dem Campingplatz " Wulfener Hals". Letzterer ist mehrfach preisgekrönt und hat außerdem Zugang zu einem 18-Loch Golfplatz ( = Hinweis für die, die's auch beim Segeln nicht lassen können!!). Eine gute Windsurfseite für alle Interessierten: www.windsurfteamaustria.com !! | |||||||
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| Neustadt/Holstein(D) - Ancora-Marina | |||||||
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Neustadt in der Lübecker Bucht ist aus meiner Sicht ideal für An- und Abreise,
ist man zum einen schnellstens auf der Autobahn Richtung Süden, hat man zum anderen
vom Ort auch alle notwendigen Zugverbindungen (über Hamburg bzw. Lübeck - je nach
Ziel). Gleichermaßen bietet die Ancora-Marina beste Liegplätze in allen Kategorien
und hat ein umfangreiches Serviceareal bzw.- paket für Sommer und Winter. Zugegeben
- vielleicht etwas teurer als andere Marinas - dafür aber, nach unseren bisherigen
Erfahrungen, zuverlässig und äußerst freundlich. So haben wir im August von unterwegs Kontakt aufgenommen und erhielten zuverlässig für den Rest der Saison einen Liegeplatz - ebenso wurden die bei Ankunft vereinbarten Hallenlager- und Krantermine incl. der Einwinterungsarbeiten auch ohne unser persönliches Beisein genauestens eingehalten und die Arbeiten waren O.K. Neustadt selbst hat auch einen Stadthafen, in dem einige Traditionssegler liegen - hier ist es ratsam, nicht ganz am Ende des hafenbeckens festzumachen, da man dort zwar mitten in der "Kneipenmeile" mit kurzen Wegen liegt, jedoch auch mitten im Verkehrslärm der Hauptstrasse. So ist es besser, etwa 1km vorher, einlaufend an Steuerbord, an gepflegten Stegen längsseits zu gehen und den kurzen Weg in Kauf zu nehmen - hier liegt man mit schönem Blick auf die Neustädter Bucht, die Ancora-Marina und auch die Marineareals wesentlich ruhiger. | |||||||
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| Allgemeines zum Abschluß: | |||||||
| Wesentlich
ist, trotz aller elektronischer Navigation gutes Kartenmaterial dabeizuhaben.
Die Betonnung ist immer ausreichend und es empfiehlt sich sehr, sich daran zu
halten. Die Tonnen selbst werden, je weiter nördlich man kommt, deutlich
kleiner im Vergleich zu den in unseren direkten Breiten oder auch z.B. in den
Niederlanden verwendeten Tonnen - so sind insbesondere die Kardinalzeichen nicht
wie bei uns in Form von in der Regel riesigen schwarzgelben Tonnen mit Aufsatz,
sondern eher in Form von "zierlichen" ( und damit teilweise auf Entfernung
schlecht auszumachenden) schwarzgelben Baken mit jeweiligem Richtungsaufsatz beschaffen.
Gleiches gilt für die normalen roten und grünen Tonnen oder aber z.B.
Ansteuerungstonnen.
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