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UNSERE SEGELPHILOSOPHIE
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Ein
wenig habt Ihr uns nun schon kennen gelernt - wir, das sind ein inzwischen
28 Jahre verheiratetes Paar aus Bayern, derzeit in der Diaspora (
also außerhalb Bayerns) lebend mit inzwischen vier Söhnen
zwischen derzeit 15 und 22 Jahren, die eigentlich durch den "Spleen
des Vaters" mehr oder weniger auf dem Wasser aufgewachsen sind,
heute - zumindest in der altersmäßigen Upperclass - Ihre
eigenen Wege gehen, aber dennoch, so jedenfalls mein Eindruck, ab
und zu ganz gern was mit
dem(n) Alten zusammen machen: Segeln! Ganz ohne Zwang und auch nicht
zu lang! Aber sonst schon! |
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"Wir"
- das sind aber auch Freunde! Segelbegeisterte, die scheinbar auch
ein wenig die Tradition lieben! Und gute Schiffe!
Da ist z.B. der Hanno - ein Österreicher (Salzburger) aus der
Regattacrew, der auch mit mir zusammen arbeitet und der herrliche
Jausen an Bord fabrizieren kann . Oder der Andreas, unser Segelgreenhorn
(noch), der wie wir in Rhein-Main lebt, Motorrad fährt und sich
vor einigen Jahren - bei mir an Bord - offensichtlich einen hartnäckigen
Virus ( Seebärius segelnsis) eingefangen hat . |
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Oder
Freunde unserer Jungs - z.B. der Baumi, ein Studienkollege unseres
Ältesten ( Sebastian) vom Bodensee (aha - Schwaben und Wasser!).
Die beiden bringen es schon mal fertig, die Yacht bei 30kn Wind, ungerefftem
Groß und voller Genua durchs Wasser zu prügeln, bei 40°
Windeinfallwinkel knapp 7kn aufs Speedometer zu zaubern und sich hinterher
zu wundern, wieso durch die in Lee nicht ganz verschlossene Ruderhaustür
plötzlich Wasser eingeströmt ist!
Oder der Hendrik - Spezi unseres Jüngsten (Florian) und Fußballer!
Das erste Mal auf dem Schiff hat er sich schon ganz gut angestellt
- umsichtig mitgemacht und meine höchste Bewunderung im Verdrängen
von Pizzamassen ( wie unser Jüngster übrigens auch) hervorgerufen.
Und da ist Korbinian - unser Zweiter! Hat Seebeine (will heißen
: Gefühl für ein Schiff), geht jetzt ins Abi und ist absoluter
Weltmeister im Langschlaf ( nicht -schlag)! Weiß aber immer,
worauf es ankommt und ist vor allem in schwierigen Situationen ( bei
aller Sturheit) absolut verlässlich.
Bleibt noch Christopher - unsere Nummer drei. Steht zwar lieber auf
dem Skate- oder Snowboard, aber wenn er beim Segeln dabei ist, kann
man ihn richtig gut brauchen. Immerhin hatten wir beim ersten längeren
Törn mit "Relaxis" mit ihm und der "besten Ehefrau
von allen" kein einziges verpatztes Manöver! |
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Damit
wird - vielleicht auch erst auf den zweiten Blick - schon ein gewisser
Teil unserer Philosophie auf und mit "Relaxis" deutlich:
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Mit
wechselnden Crews, also offenem Haus, über die See! |
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Von
Hand segeln und navigieren - Elektronik an Bord ja, aber nur
vor dem Hintergrund solider Kenntnis, wie's auch ohne geht! |
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Dabei
die Seemannschaft und -tradition pflegen! |
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International
denken und agieren! |
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Flexibel
sein! |
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Spaß
und Entspannung finden, keinen Stress produzieren! |
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Fachsimpeln,
gemeinsame Herausforderungen bestehen, Zufriedenheit entwickeln!
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In
den nächsten Jahren haben wir uns vorgenommen, möglichst
viele europäische Länder zu besuchen, Eindrücke zu
sammeln, Menschen und Kultur zu studieren, Land und Leute kennen
zu lernen. Wir werden dementsprechend keinen festen Liegplatz haben,
sondern von A nach B nach C usw. ziehen, die Yacht dann jeweils
bis zum nächsten Törn dort liegenlassen, um uns so in
der letztlich durch Beruf, Geschäft, Studium und /oder Schule
doch knappen Freizeit die sonst jeweils anfallenden "Hin- und
Rückfahrten" zu sparen.
Die
einzelnen Törns und Abschnitte werden wir zusammenfassen, mit
Kommentaren oder Hinweisen versehen, Erlebtes kurz wiedergeben.
Neue (Segel-) Freunde vorstellen oder übers Schiff berichten.
In
2002 nach der Übernahme haben wir uns zunächst auf dem
Ijsselsmmer (NL) eingesegelt, einige Veränderungen am Schiff
vorgenommen und sind dann auf der Standemastroute und über
die Nordsee in die Elbmündung gelaufen, wo wir nun ins Winterlager
bei "Käpt'n von Bargen" nahe Wischhafen gehen. Hier
werden wir noch einige sinnvolle Umbauten vornehmen und dann im
nächsten Jahr in die Ostsee laufen. Dänemark, Schweden,
Norwegen, Polen und Deutschland stehen auf dem Programm - natürlich
werde ich nicht alle Törns selbst segeln können, da ja
"ganz nebenbei" auch noch der Job existiert! Aber dafür
haben wir ja Freunde! Und Söhne! Und
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Danach
geht's wieder ins Mittelmeer - zunächst an die Cote, wo wir
bis 1999 lagen. Von dort wollen wir an den Küsten Frankreichs
entlang nach Italien, durch Ligurien und den Golf von Genua nach
Elba, Korsika und Sardinien, die Florentinischen und dann die Liparischen
Inseln, Sizilien und Malta besuchen, über Norditalien, Istrien
und Kroatien nach Griechenland und in die Türkei! Volles Programm,
aber wie gesagt: für die nächsten Jahre, so Gott (und
Neptun) will - mal sehen, wohin der Wind uns trägt und ob das
Motto "Gentlemen sail downwards" immer klappt !
Eines wird sicher klappen : sich als (internationaler) Europäer
zu verstehen und zu benehmen, sich als Gast in fremden Ländern
integrativ und zurückhaltend zu bewegen, andere Sitten und
Länder zu genießen bzw. zu respektieren und in
so fern die Botschaft zu vermitteln, dass positiver "deutscher
Tourismus" (hoffentlich) nicht die Ausnahme von der Regel ist.
Wie
heißt es doch so schön: SEGELN - ist die Kunst, naß
und krank zu werden, um mit hohen Ausgaben nirgendwo hin zu treiben!
Na
denn: SCHIFF AHOI !!!
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