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Zunächst
segelten wir bei Westsüdwest nach Travemünde - schließlich sollten die
Jungen auch mal die großen Pötte aus der Nähe sehen und zudem gibt's dort
saugute Currywürste!! Da wir mal wieder faul waren, holten wir für die
kurze Strecke nur die neue Genua raus - superspitze!! Sie zog uns mit
rd. 5kn ( und teil-weise mehr) bei durchschnittlich 16kn Wind unserem
Ziel entgegen und so konnten wir auf einem Bug bis fast an unseren nächsten
Rastplatz segeln. Der Wendwinkel der Yacht hat sich mehr als deutlich
verkleinert und nun ist auch vernünftige Höhe möglich - immerhin segeln
wir noch rd. 4kn bei 40 Grad Windeinfall - ein sehr guter Wert für das
schwere Traditionsschiff!
Unsere
Jungmatrosin macht sich ganz gut - jedenfalls ist sie immer mit draußen
und Ko hat ihr wohl schnell und zielgerichtet erklärt, worauf es ankommt!
Die beiden harmonieren gut bei den Anlegemanövern und so sind wir bald
nach einem kalten kurzen Törn durchgeblasen in Travemünde - im Gegensatz
zur "Besten"! Die ist zwar auch dort angekommen ( schließlich
war sie ja mit auf dem Schiff), zog es jedoch vor, im warmen Ruderhaus
zu bleiben!! Typisch - man "läßt mal wieder segeln"! Dies sollte
übrigens während des gesamten Törns mit wenigen Ausnahmen so bleiben -
wir oben und draußen in "Wind und Wetter" - die "Gnädige"
warm und trocken unten, nur ab und zu den Kopf rausstreckend und uns irgend
etwas zurufend ( was wir natürlich ohnehin immer schon wußten!).
In der
Nacht von Sonntag auf Montag hat's uns dann erwischt - Heizung ausgefallen!!
Saukalt!! Am Montag dann die große Telefonrunde und angesichts des naßkalten
Wetters auch die innere Bereitschaft des Skippers, zur Not die ganze Heizung
auszutauschen, um den Törn zu retten. Gegen Mittag beschließen wir, nach
Neustadt zurückzumotoren - dort kam dann auch gleich ein Monteur und nach
'ner halben Stunde waren wir wieder fit: Dieselpumpe zu!! Ausgebaut,
zerlegt, gereinigt und mit neuem Filter versehen wird's auch schnell wieder
warm und so beschließen wir, noch am Nachmittag mit Kurs Fehmarn auszulaufen.
Um 1530Uhr heißt es Leinen los und bei einschlafendem Wind motoren wir
mal wieder. Unterwegs "Ententeich" und um 2030Uhr stirbt plötzlich
der Diesel ab!! Auch das noch!! Auch Dreck??????????
Nö - Ko
hat nur mit dem Ellenbogen aus versehen den "Ausknopf" betätigt
- aber ein bisschen Adrenalin hat's doch gekostet! Zwei Meilen vor Burgtiefe
gießt es dann aus Kübeln und in einer astreinen Nachtansteuerung laufen
wir in die Marina ein.
Boot klar
- Anleger - Duschen - Essen und tschüss!
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