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Tja - und
so kam es, dass ich vom Cockpit der Relaxis aus am Freitag vor der
Karwoche 2005 zum Telefon griff, den Thomas in Graz anrief und die
Caipirinha, eine 52-Fuß sloopgetakelte Segelyacht, wie die
Relaxis rd. 10 Jahre alt, " bestellte" - einzige Einschränkung:
"ich muss erst mein Schiff verkaufen!" Thomas akzeptierte
und der Deal war besiegelt! Natürlich kannte ich die Yacht,
hatte sie schon mehrfach gesegelt und ich kannte Thomas - seit vielen
Jahren! Und die "Beste..." verhielt sich, wie der Name
schon sagt!!
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Doch das
sollte nicht das Ende der logistischen Fragen sein! Wir richteten
uns ein, räumten und bastelten ein wenig und so langsam wurde
"Caipi"unser Dampfer - natürlich war auch ein kleiner
Törn nach Trogir, einer der schönsten alten Städte
in Dalmatien, drin und die "Beste..." steuerte begeistert,
während ich Segel und Klavier bediente. Wie im Fluge gingen
diese rund 10 Tage vorbei und schon waren wir wieder im Alltagsstress
zurück in "good old Germany". Thomas fuhr dann die
Yacht nach Biograd, wo sie ein neues Teakdeck und eine Webasto-
Warmwasser-Heizung (sowie diverse zusätzliche Elektronik) erhielt
- beides sollte später in Frankreich nochmal nachgearbeitet
werden müssen - und in einem ausgeklügelten Zeit- und
Törnplan begannen wir, Routen und Crews zusammenzustellen.
Wie aus einer
Vorahnung heraus bat ich Thomas rd. eine Woche vor Fertigstellungstermin
doch mal nach dem Rechten zu sehen - was dazu führte, dass
dieser wiederum, aus Erfahrung abschätzend, dass das wohl nix
wird, mit seinem Auto zunächst von Graz nach Biograd, dann
gleich weiter "um die ganze Ecke" nach Neapel (denn dort
sollte der eigentliche Crewwechsel nach Etappe 1 sein) fuhr, den
Wagen dort einstellte und dann nach Deutschland zurückflog!
Und das war
weise!!! Denn obwohl die komplette Crew pünktlich vor Ort war,
wir vorher nochmal auf der Werft Druck gemacht hatten, war natürlich
nichts fertig - dann fanden wir in der Maschine auch noch einen
technischen Fehler und so blieb nach 5 Tagen Verpätung aufgrund
der individuellen Zeitpläne nichts anderes übrig, als
dass Crew 2 planmäßig nach Neapel flog, das Auto übernahm,
nach Brindisi fuhr, über Nacht mit der Fähre nach Dubrovnik
übersetzte, dann via Landstrasse nach Biograd flitzte, um dort
um 0300pm auszulaufen und Crew 1, der ich für ihre Geduld und
vor Ort-Arbeit herzlich danke - fuhr mit dem Auto heim!
Nach nurmehr
4 Tagen waren die Jungs ( und Mädchen - natürlich Caro!)
bereits auf den Liparischen Inseln und konnten sich entpannen -
denn Crew 3 konnte erst am darauffolgenden Dienstag in Neapel sein!
So fand der Wechsel von "Hanno & friends", Sebastian,
Korbinan, Caro und Dominik zu Sebastian, Peter und Nikolai gut getimt
statt und die drei "Profis" machten sich auf die letzte
Etappe - nach nur 2 1/2 Tagen trafen sie wohlbehalten an einem Freitag
morgen in Cogolin ein, wo ich, zwischenzeitlich mit dem Auto und
Julia ( Sebastians "girlfriend") ebenfalls eintreffend,
mit der Umräum- und Aussortieraktion der "12 Umzugskartons"
begann.
Naja - so
ganz wurde ich natürlich nicht alleine fertig ( bei über
30° Außentemperatur und Windstille bei der Menge keine
Wunder) und nur durch die tatkräftige Mithilfe der drei anderen
- Sebastian blieb dann zusammen mit Julia noch unten und erledigte
den Rest - klappte das so einigermaßen! Peter und ich flogen
dann ebenso wie Nikolai am Sonntag zurück und wer sich nun
fragt, wieso ich bei der ganzen Aktion nicht mit an Bord war, sei
einfach (mal wieder) auf die beruflichen Zwänge hingewiesen,
die es halt immer wieder vereiteln, der "schönsten Haupt-Nebensache
der Welt" so nachgehen zu können, wie man das gerne möchte!
Denn ich hatte gerade eine neue Sanierung übernommen und da
war natürlich kein Wegkommen! Aber wir hatten es ja geschafft
- die oben genannte logistische Meisterleistung war natürlich
nur möglich, weil alle anderen mitspielten; unschwer kann man
sich vorstellen, dass der hier geschilderte Ausschnitt der ganzen"Arie"
natürlich noch einige Zwischenepisoden hatte - aber dann wären
wir mit dem Erzählen " in einem Meter" noch nicht
fertig - und ihr wollt dich sicher weiter blättern!!
Und wir sind
glücklich, dass wir die Caipirinha haben - viel Platz, sehr
gute Segeleigenschaften, gute Verarbeitung und gefällige Optik!
Wie man sehen kann! Ntürlich haben wir auch noch ein bischen
nachgebessert und - wie könnte es anders sein - alle nötigen
Refitarbeiten gleich im ersten Winterhalbjahr durchgezogen! Und
nun gehts in die neue Saison - 2006!
PS: bin schon
ganz stolz, dass ich bei dieser Website nicht mehr ausschießlich
auf meine Söhne bzw. unseren Oberwebmaster Korbinian angewiesen
bin - nur " hin und wieder"...!!
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